ADICO

ADICO

ADICO baut seit 1920 Möbel aus Stahlrohr – in Avanca bei Aveiro, im selben Ort, in dem Adelino Dias Costa die Werkstatt damals aufmachte. Heute führt die dritte Generation das Haus, seit 2001 sind es die fünf Töchter des vorherigen Inhabers.

Angefangen hat es mit Betten, Tresoren und Waschtischen, in den 1930ern kamen Krankenhausmöbel dazu – und der „portugiesische Stuhl", der bis heute das bekannteste Stück des Hauses ist. In den 1950ern und 60ern ging ein Großteil der Produktion in den Export. Diese Herkunft sieht man den aktuellen Entwürfen noch an: dünnwandiges Stahlrohr, sichtbare Nieten, Sitzflächen aus Schiffssperrholz. Nichts davon ist Dekoration, alles kommt aus dem Werkstattalltag.

Gewachsen ist das Unternehmen zuletzt deutlich: 2019 übernahm ADICO den Krankenhausmöbel-Hersteller JMS und gründete daraus AdicoCare, 2022 kamen 60 Prozent des Möbelbauers CTM dazu – seitdem gibt es mit Adico Wood auch eine Holzsparte. Showrooms stehen in Porto und Lissabon, ein Büro in Hamburg. 2020 wurde das Haus hundert Jahre alt.

Gestaltet wird nicht im stillen Kämmerlein: Seit 2000 schreibt ADICO einen eigenen Industriedesign-Wettbewerb aus, seit 2021 kommt der Adico Award dazu. Gearbeitet wurde unter anderem mit den Architekten Álvaro Siza und João Paciência; seit 2025 ist Pedro Sottomayor Kreativdirektor. Produktion und Umweltmanagement sind nach ISO 9001 und – seit 2023 – ISO 14001 zertifiziert.